September 2008 bis Juni 2009

7. 9. 2008 Peter Prieler NEWS zur Lage der Republik

14. 9. 2008 René Monet: Abbruchstimmung

15. 9. 2008 AUSNAHME: Präsentation der Anthologie "Ungehaltene Rede"
Beginn 19.30

Es lesen: Andreas Plammer, Thomas Templ, Alex Gendlin, Markus Köhle, Sonja Henisch, Rosemarie Kienmandl, Christian Schreibmüller, Michael Eisner Hans Werner Sokop.

54 AutorInnen erklären in dieser Anthologie, was ihnen in dieser Welt, dieser Zeit und in ihrem Leben nicht passt.
Eine Rede, die man nicht gehalten hat, etwas, das jahrelang hinunter geschluckt wurde und nun endlich gesagt wird. Leise vielleicht und noch immer zurückhaltend. Manchmal aber platzt es heraus, „ungehalten“ und kreidet unerträgliche Missstände an.

21. 9. 2008 Melamar: EIN TEXT IST EIN TEXT IST EIN TEXT 

die zuordnung von melamar´s texten in gängige schubladen a la lyrik, prosa, usw. führte schon zu mancher formaldiskussion, die etliche gemüter erhitzte, bis auf jenes der autorin. die nimmt das eher gelassen. „ein text ist ein text ist ein text“ lässt sie verlauten. ob ihre gedichte aufgrund ihres oft aphoristischen charakters eher in die kategorie(n) „kurz-, kürzest- oder miniaturprosa“ einzuordnen seien, ob es ihren spoken word arbeiten tatsächlich gelingt, sich einer eindeutigen zuordnung zu entziehen  und ob ihre kurzgeschichten nicht gerade durch gewisse lyrische momente erst zu literarischem leben erwachen, mögen all jene, die sich für derlei formalismen interessieren, selbst entscheiden. es sei, was die äußere form der texte betrifft, nur so viel verraten: die länge derselbigen reicht (in etwa) von 30-sekunden bis zu 15 minuten. die autorin wird einen abwechslungsreichen und (einigermaßen) repräsentativen querschnitt ihres schaffens präsentieren, der sowohl aus brandneuen als auch aus älteren texten bestehen wird und dessen reihung spontan am abend der lesung vonstatten gehen soll. 

http://www.myspace.com/melamarpoetry

28.9.2008 Präsentation "Inseln&Illusionen&Radieschen"

5. 10. 2008 Sarah Themel & Nina Koller: FEMALE IN TROUBLE

Schwarz auf Weiß  - Frau am Papier.
Klavier und Text beschreiben Formen der Weiblichkeit.

12. 10. 2008 Johannes Dittler (Ko-Do) "Wienerisch Besingliches"

19. 10. 2008  Michael Reiter "FLÜTOZARP"


Michael Reiter macht Sachen. Beruflich Sachen mit Computer. In der Freizeit
als Frontman der Metal-Band GEGENGIFT Sachen mit seiner Stimme. Und ab und
zu schreibt er auch mal was. Entweder für Poetry Slams oder einfach so. Im
Laufe der Jahre haben sich ganz schön viele einfach-sos angesammelt, die nun
endlich auszugsweise auf die Menschheit losgelassen werden sollen. In seiner
allerersten Lesung gibt es einen Querschnitt durch Essays, Lyrik,
Wortspielereien, Irreales aber auch frei Erfundenes.
Er erhebt keinen Anspruch darauf, sein Schaffen als Kunst oder gar sich
selbst als Künstler klassifiziert zu sehen. Langeweileverkürzung,
Unterhaltung sind die Stichworte. Als Qualitätsmerkmal setzt er für seine
Texte an, dass diese nicht nur für eine kleine intellektuelle Oberschicht,
sondern für möglichst viele Menschen erfassbar sein sollen.

26. 10. 2008 Robert Frittum & Wolfgang Millendorfer Lex Liszt Orbret 12 Millendorfer

"Brunftgedichte und Fleischballaden" - Versuche sich nicht zu versprechen,
versprochen zu werden und endgültig ausgeredet zu haben.

Robert Frittum versammelt hier Fragmente eines Aufbruchs, riskiert eine programmatische Collage und hat am Ende drei Jahre Chaos einer nordburgenländischen Kindheit, einer intellektuellen Entfremdung, einer
Suche nach den Elementarkräften von Liebe und Panik in ein Buch gepackt und
den Schlussreim ehrlich verweigert ...


"Stammgäste"

Sie sind die wahren Helden und zumeist tun sie, was sie wollen. Lustige Gesellen, seltsame Wesen, Cowboys und traurige Gestalten – Stammgäste eben. Und die dürfen sich auch so richtig austoben. Wolfgang Millendorfer erlaubt es ihnen. In seinem ersten Buch, in 28 Geschichten und Gschichtln.

Da da hinten kommen schon die schwarzen Wolken. Zwei Stockwerke tiefer fährt Winnetou in einem blauen Polo am Haus vorbei, auf dem Beifahrersitz hat er nicht Old Shatterhand, sondern einen Hund; zwischen den Beinen hat er einen Wolf – deshalb fährt er mit dem Auto. Ist auch schon wieder um die Ecke, und ich muss aufpassen, dass ich beim Hinterhersehen nicht vom Balkon falle. Weil: Ohne seinen Blutsbruder habe ich ihn hier nur selten gesehen, und dass das sein eigener Wagen war, da bin ich mir eigentlich auch nicht mehr so sicher. Ob es wohl Streit gegeben hat? aus „Café Gloria“

2. 11. 2008 Wolfgang Kühn & Nino Mandl FEUERLÖSCHER DIE WEINEN EXPLODIEREN

eine nicht alltägliche text-musik-collage mit nino mandl & wolfgang kühn

feuerfeste kleidung empfohlen!

9. 11. 2008 Katharina Tiwald Kitsch und Hirnblumen

16. 11. 2008 Martin Auer "Hurentaxi - Berichte aus dem wirklichen Leben"

Martin Auer liest aus seinem Reportage-Roman 'Hurentaxi' (Lit-Verlag, 
demnächst auch als Hörbuch bei Hoanzl) und Erzählungen aus dem Roma-
Ghetto von Skopje, dazu noch das eine oder andere Gedicht.
Martin Auer, geb. 1951, hat Romane, Gedichte und Kinderbücher
veröffentlicht und tritt regelmäßig bei Poetry-Slams auf.

23. 11. 2008 wolfgang lampl liest jimi lend ,sh'pier schnitzeltrip,

ein drama in akten

der drama-ticker jimi lend begibt sich auf die reise nach jenem mystischen pier, von dem einst die schiffe in richtung welttheater loslegen. eine naive psychadelie über die gründungsgeschichte der vitamines of society.

30. 11. 2008 DUM - Das ultimative Magazin mit Wolfgang Kühn, #47 und #48

7. 12. 2008 Silvia Maria Hecher "Meine Geistreise" - CD Präsentation

Gedichte musikalisch vertont mit experimenteller Musik von Hary Wetterstein

14. 12. 2008 Stefan Abermann "Ferngespräche ins All"

Stefan Abermann ist amtierender Ö-Slam-Champion, er betreibt eine 
Lesebühne in Innsbruck und er schreibt Prosa. Bei seiner Lesung im Café
Anno werden Texte aus allen drei Bereichen zu hören sein: Erzählung,
Kurz und Klein-Prosa sowie multimediale Ausblicke auf das Leben im All.
In Summe ergibt sich eine dreifaltige Werkschau und ein Spiel mit den
Bauklötzen erzählender Dichtung."

Stefan Abermann

21. 12. 2008 Präsentation "wolle&werke&Radieschen"

11. 1. 2009 Andi Pianka YES, I CAN (READ & WRITE)

Gedanken (ohne Kombitten) & Gefühle (ohne Komlehre) rund um das geschichtliche, gegenwärtige und zu wandelnde Geschehen, unparfumiert performiert zum Zweck der Förderung des Erkennens und Gestaltens von Liebe und Freiheit im harmonischen Chaos des Miteinander. Bockig statt null Bock. Finde den Gärtner!

18. 1. 2009 Wolfgang Ellmauer liest aus "Alles Schneewalzer!"

Wolfgang Ellmauer liest aus seinem Romanmanuskript "Alles Schneewalzer"
und spielt - zum Text sowie zur Jahreszeit passend -
Winter-Sport-Lieder am Klavier.

Wolfgang Ellmauer

25. 1. 2009 Günther Tschif Windisch Von der Mundart zum Dialekt

Ich möchte bei meiner Lesung den Bogen von der Mundart zum Dialekt (nach meiner bzw. ÖDA-Definition) spannen, weil dieser Bogen sich auch mit der Entwicklung meiner Texte deckt.

Dass sich in diesem "Bogen" auch Slam-Texte (vor allem Dialekt-Slam-Texte) finden, liegt für den Slammaster des einzigen, regelmäßig stattfindendenden Dialekt-Poetry-Slams*) auf der Hand.

1. 2. 2009 Hannah Seth GRENZEN/LOS

Bewusst Neuland betreten. Den Boden unter den Füßen loslassen und erleben, wie er verschwindet und was dann passiert ... Im Hospiz an Sterbebetten sitzen. Über den Atlantik segeln. Versuchen einem Tag zuzuhören. Aussteigen. In einer Höhle sitzen und die Gedärme blubbern hören. Wer so etwas mag, ist bei dieser Lesung richtig. An die selbstgestrickten Grenzen gehen und den Faden suchen.

8. 2. 2009 Roland Steiner & Johannes Weinberger TAO – AUTONOMIE

Roland Steiner begleitet in seinem Romanmanuskript „Guten Morgen. Autonomie“ einen Wiener Sanitäter auf dessen Weg zur Autonomie, die im römischen März 1977 explodiert. Johannes Weinberger dirigiert in seinem Prosamanuskript „Das kleine Tao der Tiere“ einen „Mikrokosmos, in dem Tiere menschlich, Menschen ängstlich und Kinder höchste Wesen sind.“

 

15. 2. 2009 Yasmin Hafedh & Philipp Schlögl Von Kühen und Kakaowitzen

22. 2. 2009 Wolfgang E. Eigensinn

1. 3. 2009  DUM - Das Ultimative Magazin mit Wolfgang Kühn

8. 3. 2009 Markus Köhle Bruchharsch (Buchpräsentation, skarabaeus, 2009)

15. 3. 2009 Danebengeascht. Ein Leben neben dem Becher. Biographische Explorationen von Michael Miess & Martin Obermayr

22. 3. 2009 Mieze Medusa & Clara Felis Strandgut

29. 3. 2009 Nadine Kegele & Roland Mückstein *"Mit einem Plan in den Baumarkt gehen, das kann ich auch."*

Nichtegale Texte, keine Tagebücher und Sonette nur gegen Bezahlung.

5. 4. 2009 Präsentation & Radieschen

12. 4. 2009 Jörg Zemmler & Malte Borsdorf

arbeiten und backen literarisch ihre brotjobs auf.
immerhin haben sie welche. aber. eben. musizieren verboten!

19. 4. 2009 Rentsnik Oberleitungsschaden

"Das Schicksal in Form einer kaffeebraunen Brustwarze ist etwas ganz Besonderes, so was erlebt man nicht alle Tage, so ein Schicksal deutet auf etwas Großes."

Am 15. Juni stolpert Laetitia Maria Steinwedel über ein Stuhlbein und kippt die Kaffeetasse von Jakob Stierschneider um. Zur gleichen Zeit springt Joe vor der Kamera seines Freundesin den Donaukanal.

Kleine Episoden, beobachtet wie durch eine Kamera, komponieren ein Gesamtbild einer Gesellschaft, deren Ansprüche an das Leben eben das verhindert: Das Leben.

26. 4. 2009 Gabór Fonyad-Joó Sonette sind keine Bananen

„Ihr Blut raste mit solcher Geschwindigkeit durch ihre Venen, dass sie sich die Kleider vom Leib riss und er auch.“ – Dieser schöne Satz ist leider nicht von mir, aber er sollte hier trotzdem einfach einmal erwähnt werden. Er stammt vom großen Paolo Coelho. Es werden auch keine Sonette gelesen, obwohl ich die gar nicht so beschissen finde. Gelesen wird vielmehr Bewegendes, Besinnliches, vielleicht Pferdemist Betreffendes und auf jeden Fall Erbauliches.

„Entschuldigung wegen verspeister Missionare.“ Dieser Satz, der eindeutig nochschöner ist als jener von Paolo Coelho, stammt leider auch nicht aus meiner Feder, ja er ist nicht mal literarisch, da er in einer Tageszeitung erschienen ist (Wiener Zeitung, August 2007). Gleichsam aber kann dieser Satz als Einstimmung auf den Abend verstanden werden, ja er könnte ihm, wenn er nicht zu lang wäre, als Motto vorangestellt sein.

Gábor Fónyad-Joó

3. 5. 2009 Sportiv gestylt und andere Unzuträglichkeiten mit Ernst Karner und Anton Mantler.Ernst Karner

10. 5. 2009 Robert Anders & Andreas Plammer Von der Mund-Art zum Hoch-Deitsch (und zruck)Andreas Plammer

17. 5. 2009 Lukas Kollmer Mein Chip schmerzt

Surveillance, Gewaltdarstellung, Rebrutalisierung. Eine Dystopie oder ein Paralleluniversum unserer gegenwärtigen europäisch-„westlichen“ Gesellschaft. Ein polarisierendes Konzentrat gesellschaftlicher Extreme.

Eine Großstadt: Lückendichte staatliche Kontrolle bestimmt über Teilnahme oder Ausschluss, über den Zugang zu Nahrungsmitteln und medizinischer Versorgung. Die Realitäten der Massenmedien und der Erinnerungen verschwimmen zunehmend zum einzig verbleibenden Lebensraum.
Der erzählende Protagonist ist erstarrt in einem Zustand der Resignation. Seine höchsten Regungen sind die der Selbstausbeutung und -zerstörung. Das Jobangebot einer Filmproduktionsfirma bringt ihn in ein Naheverhältnis zu einem geheimbündlerischen Medienmagnaten und dessen Projekt der Schöpfung industriell gefertigter Opferkreaturen. Ein oft komischer, dadurch nicht weniger ernster Trip durch ein gleichsam albtraumhaftes kollektives Unterbewusstsein beginnt.

 

24. 5. 2009 nikiTA

7. 6. 2009 Robert Anders & Robert Eder

14. 6. 2009 Karin Gayer

21. 6. 2009 Präsentation &Radieschen; Abschlussfest der Saison

28. 6. 2009 DUM - Das ultimative Magazin mit Wolfgang Kühn